Die Fakultät für Geschichtswissenschaften besteht aus drei Instituten und dem Zentrum für Mittelmeerstudien.
Das Institut für Archäologische Wissenschaften wurde 2002 aus den Fächern Klassische Archäologie und Ur- und Frühgeschichte gegründet. Die einzigartige formale und inhaltliche Verknüpfung der beiden Schwesterdisziplinen bildet daher das Herzstück des Instituts. Beide Fächer sind zudem nicht nur in ihren jeweiligen Kerngebieten vertreten, sondern tragen einem methodisch, sachlich, chronologisch und geographisch erweiterten Wissenschaftsbegriff Rechnung durch vielfältige Angebote, etwa des Faches Archäometrie oder Veranstaltungen zur Archäologie der Phönizischen Diaspora
Das Historische Institut widmet sich der Erforschung und Vermittlung von Geschichte in all ihren Facetten. Es ist das größte der drei Institute unserer Fakultät mit einem breiten Wirkungsspektrum mit Lehrstühlen und Fachbereichen in epochaler und thematischer sowie regionaler Ausprägungen. Das Institut gehört zu den größten Geschichtsforschungsinstituten Deutschlands.
Das Kunstgeschichtliche Institut widmet sich in Forschung und Lehre der bildenden Kunst der westlichen Welt in ihrer ganzen Breite, also von der Spätantike bis hin zur Gegenwart. Seit seiner 1965 erfolgten Gründung unter Max Imdahl (1925-1988) legt es hierbei besonderes Gewicht auf die Konstitution, Entstehung und Entwicklung der ästhetischen Moderne und auf deren historische Voraussetzungen.
Das Institut nimmt bundesweit eine entscheidende Rolle bei der Verankerung zeitgenössischer Kunst im akademischen und gesamtkulturellen Kontext ein.
Das Zentrum für Mittelmeerstudien (ZMS) bündelt die Fächer und epochenübergreifende Mittelmeerforschung im deutschsprachigen Raum. Im Kontrast zu den "Mediterranismen" des Kolonialismus und der Zeit des Kalten Krieges postuliert es keine Einheit, Kontinuität, Spezifik oder Singularität der Region. Vielmehr fasst es den Mittelmeerraum im Sinne der Cross Area Studies als eine Kontaktzone Afrikas, Asiens und Europas, die mit anderen fluvialen, maritimen und terrestrischen Interaktionsräumen vergleichbar ist und verflochten war.